Stand: Sun Oct 22 21:02:11 CEST 2017

Veredelung, Teil 1

Hybridtechnologie und Kaltfolientransfer

Früher war alles ganz einfach. Erst wurde gedruckt, dann dauerte es eine Weile, bis die Farbe getrocknet war, dann wurde offline, also in einer anderen Maschine, veredelt – z. B. lackiert oder kaschiert.


Früher war alles total zeitraubend. Drucken, lackieren, kaschieren – das lässt sich heute alles in einer Maschine erledigen: Mit der Hybridtechnik und Kaltfolienkaschierung. Inline heißt das Zauberwort, das weite Bereiche der Druckveredelung einfacher, schneller und kostengünstiger gemacht hat.


3. Lackturm mit getrennten Lackkreisläufen
4. Auslageverlängerung
5. UV-Endtrockner
6. Air Clean System




(Quelle: KBA)

Schema einer Hybridmaschine


1. Fünf Farbwerke für konventionelle und
1. Hybrid-Druckfarben
2. UV-Zwischentrockner



Der Galaxi BeautyCase: Veredelt mit Hybridtechnik



Auf die zu kaschierende Fläche
wird Kleber aufgetragen

Folie haftet an dem Kleber

Das gesamte Motiv wird gedruckt

Hybridtechnik


Der Schlüssel zur Hybridtechnologie ist die Farbe. Wie konventionelle ölbasierende Druckfarben können Hybridfarben oxidativ trocknen und teilweise in den Bedruckstoff wegschlagen. Gleichzeitig härten sie aber auch unter UV-Licht aus.


Hybridmaschinen verfügen deshalb über Module für die IR-, Heißluft- und UV-Trocknung.


Die Fähigkeit der Farbe, auf unterschiedliche Trockenmethoden zu reagieren, gab der neuen Technik ihren Namen: Der Begriff hybrid kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „aus Verschiedenem zusammengesetzt“.


Bei aller Wirtschaftlichkeit erzielt die Hybridveredelung hochwertigste Ergebnisse in den unterschiedlichsten Anwendungen und in fast allen Marktsegmenten des Bogenoffsetdrucks. Dabei sind Ihrer Fantasie kaum Grenzen gesetzt:


Die Hybridveredelung erlaubt registergenaue Spotlackierungen, garantiert absolute Reproduzierbarkeit und ermöglicht Touch- und Embossing-Effekte.


Durch Überlackieren von Hybridfarben mit UV-Lack lassen sich Glanzwerte wie im reinen – aber teureren und Energie-aufwändigeren – UV-Druck erzielen. Und die vollflächige UV-Lackierung in Kombination mit mattem oder granulierendem Öldrucklack (im Offsetpasser aufgebracht) erzeugt kostengünstig interessante Glanzkontrasteffekte.


Zwar erzielt die Hybridtechnik auch auf Materialien durchschnittlicher Qualität sehr gute Ergebnisse – zu ihrer wahren Größe läuft sie jedoch auf, wenn hochwertige, gestrichene Papiere wie z. B. Galaxi eingesetzt werden. Einen Galaxi BeautyCase, der dies anschaulich beweist, senden wir Ihnen gern zu (so lange der Vorrat reicht).


Ausführliche Informationen zum Thema Hybridtechnologie bietet z. B. die Website von KBA.




Kaltfolienkaschierung


So, wie die Hybridtechnik die Veredelung durch Lacke revolutionierte, so verändert die Kaltfolienkaschierung alles, was bislang für die Folienkaschierung galt.


Das Funktionsprinzip ist ebenso einfach wie genial: Im ersten Druckwerk wird ein Spezialkleber über das Farbwerk (!) und eine Standard-Offsetplatte aufgetragen. Und zwar genau in der Form und Größe, in der das spätere Motiv gedruckt werden soll.


Im zweiten Druckwerk wird Folie über den Druckbogen abgerollt. Nur an den Stellen, die mit dem Kleber bedruckt wurden, bleibt Folie haften.

Ab dem dritten Druckwerk erfolgt der Farbdruck – gleichzeitig auf Folie und Papier. Statt also erst zu drucken und dann zu veredeln, wird hier erst „veredelt“, dann gedruckt – und anschließend mit Dispersions- oder UV-Lack ebenfalls inline geschützt.


Weitere ausführliche Infos zum Thema Kaltfolienkaschierung finden Sie auch hier.