Stand: Sat Oct 21 10:29:43 CEST 2017

PrePrint - erst drucken, dann drucken.

Aber bitte mit dem richtigen Papier!



Basis-Eigenschaften von Offset- und PrePrint-Papier


Welligkeit nach 60 Minuten,

ungeschützt gelagert


Optimale Bedingungen für
die Lagerung von Papier



Diese Situation kennen Sie wohl alle: Ein Kunde braucht eine neue Geschäfts-Ausstattung. Ausführlich wird über Logos, Farben und Layout diskutiert. Am Ende entscheidet der Auftraggeber noch mal kurz über das Papier – meist nach dem Motto „Offset weiß tut’s auch“.


Tut es nicht – wie er beim Einsatz der schönen neuen Briefbögen schnell merken wird. Denn plötzlich verweigern die Büro-Drucker die Mitarbeit – ein Papierstau nach dem anderen. Schuld daran sind oft nicht die Drucker, sondern das Papier. Es ist nicht preprint-geeignet.


Preprint bedeutet, dass ein Papier zweimal bedruckt werden kann: Einmal in der Druckerei, ein zweites Mal im Laser- oder InkJet-Drucker des Büros. Diese Anforderung wird bereits in der Papierproduktion berücksichtigt. Frische Pre-Print-Papiere sind 30 % trockener als normales Offset. Wasserdampfdichte Verpackungen schützen sie vor Feuchtigkeit, bis sie in der Druckerei verarbeitet werden.


Während des Drucks nimmt das Papier dann doch Feuchtigkeit auf. Und jeder weiß, wie Papier auf Nässe reagiert: Es wellt und rollt sich. Weil PrePrint-Papiere aber vor dem Druck deutlich trockener waren, als die üblichen Offset-Qualitäten, macht ihnen das nicht so viel aus. Sie bleiben plan genug für den Einsatz im Office-Drucker. Wer auf Nummer Sicher gehen will, verwendet eine Infrarot-Trocknung, da diese dem Papier Feuchtigkeit entzieht.


Im Büro sollten die bedruckten Briefbögen ebenfalls eingeschlagen gelagert werden. Denn gerade, wenn Papier im Laserdrucker bedruckt werden soll, ist es wichtig, dass es nicht zu feucht ist. Beim Fixieren des Toners werden mit 180 bis 220 Grad kurzfristig Temperaturen erreicht, die überschüssiges Wasser schlagartig verdunsten – und das Papier die Form, sprich Planlage, verlieren lassen. Die Folge – siehe oben.


Auch, was Formation, Färbung etc. betrifft, werden an Offset- und PrePrint-Papiere übrigens unterschiedliche Anforderungen gestellt. Offset wird meist flächig bedruckt, die Weiße muss „durch“die Farbe dringen, bzw. sie tragen. Eine gute Bildwiedergabe in feinen Rastertönen ist deshalb wichtig. Bei PrePrint dagegen bleiben große Bereiche des weißen Briefbogens sichtbar, die hohe Abbildungsqualität ist nicht so wichtig. Dafür erhalten sie aber eine elektrisch leitfähige Oberflächenbehandlung für die exakte Toner-Übertragung und -Fixierung im Drucker. Während beim Offset-Papier die gute Dimensionsstabilität wichtig ist*, kommt es beim PrePrint darauf an, dass es plan liegt und sich nicht rollt.