Stand: Fri Aug 18 18:12:18 CEST 2017

Bilderdruck-Papier für die Geschäftsausstattung?

Besser nicht!






Bilderdruck-Papiere sind hochwertige Papiere, die durch ihren „Strich“ besonders gute Ergebnisse im Offset-Druck erzielen. Dieser „Strich“ besteht aus natürlichen Pigmenten wie Kaolin, Kreide oder Satinweiß. Bindemittel im Strich sorgen dafür, dass dieser zusammenhält und auf dem Rohpapier haftet (Strichfestigkeit). Außerdem enthält der „Strich“ weitere Hilfsmittel – z. B. optische Aufheller, Färbemittel und Entschäumer. Wie Putz auf einer Wand füllt er Unebenheiten des Rohpapiers auf und sorgt für eine glatte Oberfläche.


Lichtstrahlen, die auf diese Oberfläche treffen, werden gut reflektiert. Und das wiederum hat zur Folge, dass Farben auf gestrichenem Papier stärker leuchten, als auf ungestrichenem (Natur- bzw. Offset-)Papier. Eine weitere Aufgabe des „Strichs“: Er sorgt dafür, dass die Druckfarbe punktgenau auf dem Papier „steht“ – also nicht ausfranst, wie bei Löschpapier. Deshalb sind auf gestrichenem Papier schärfere Abbildungen möglich, als auf ungestrichenem Papier.

 

Doch wie erkennt man, ob ein Papier gestrichen ist oder nicht? Am einfachsten mit dem sogenannten „Edelmetall-Test“. Streichen Sie mit einem goldenen oder silbernen Ring leicht über das Papier. Die graue Spur, die der Ring auf Bilderdruck-Papier hinterlässt, entsteht durch eine chemische Reaktion des „Strichs“ – hervorgerufen schon durch diese geringe Reibungshitze.

 

Hitze ist dann auch einer der Gründe, warum Sie Bilderdruck-Papier nur bedingt in der Bürokommunikation einsetzen können. Würden Sie ein normales Bilderdruck-Papier in einem Laserdrucker verwenden, würde der „Strich“ Blasen werfen und sich ablösen. Denn bei diesem Druckverfahren entstehen (kurzfristig) Temperaturen bis zu 200 Grad. Gestrichene Papiere für den Laserdruck tragen deshalb einen anderen Strich als Bilderdruck-Papiere. Er hält Hitze aus – und ist für die Aufnahme des Laser-Toners ausgerüstet.

 

Von den meisten Bilderdruck-Papieren könnten Sie diesen Toner einfach mit der Hand abwischen – und auch die wasserlöslichen Farben des InkJet-Druckers würden nicht beeindrucken. Denn der „Strich“ von Bilderdruck-Papieren ist auf lösemittelhaltige Farben ausgerichtet. Bei allen anderen Druckverfahren „stimmt die Chemie einfach nicht“. Und das Ergebnis ist wie im richtigen Leben – unbefriedigend. Dabei gibt es doch auch für Firmenauftritte ideale Partner: Geschäftsausstattungs-Papiere.